WrestleMania 36 – Review: Tag 1

WrestleMania 36 – Review: Tag 1

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WrestleMania 36 war anders als alle anderen zuvor. Aufgrund des Coronavirus gab es statt eines vollen Raymond James Stadium in Tampa, Florida, ein leeres Performance Center in Orlando, Florida. Statt WrestleMania am Sonntag, gab es WrestleMania am Samstag und Sonntag. Auch wenn ich mit der WWE abgeschlossen habe, konnte ich mir diese WrestleMania nicht entgehen lassen. Glücklicherweise gab es zumindest eine sehr positive Überraschung!

WWE Women’s Tag Team Championship Match
The Kabuki Warriors (Asuka & Kairi Sane) (c) vs. Alexa Bliss & Nikki Cross

Der Opener von war OK. Für WrestleMania hätte ich mir vielleicht ein etwas besseres Eröffnungsmatch vorgestellt, aber wenigstens gab man den Damen einen guten Spot auf der Card. Das Match an sich konnte man gut anschauen, war aber eher durchschnittlich. Nichts, was mich aus den Schuhen gehauen hätte. Leider endete das Match auch mit einem verkorksten „Twisted Bliss“-Finisher auf die Beine von Kairi Sane.

Wertung: 2,5/5 – 5,5/10

Elias vs. King Corbin

Das Match hatte viele Pausen von Anfang an, als ob es sich um ein Iron Man Match gehandelt hätte. Das war mit knapp neun Minuten bei weitem nicht der Fall. Das Ende kam dann aus dem Nichts und war ebenfalls nicht zufriedenstellend.

Wertung: 1,5/5 – 3/10

WWE Raw Women’s Championship Match
Becky Lynch (c) vs. Shayna Baszler

Becky und Shayna lieferten sich einen harten Kampf. Es war durch die Submissions und verschiedenen Moves abwechslungsreich. Außerdem verließ man zwischendurch auch den Ring. Ein kurzweiliges Match bei dem aber wieder das Finish störte wie schon zuvor. Dieses war eines Titelmatches zwischen den beiden eigentlich sehr starken Damen unwürdig.

Wertung: 2,5/5 – 5,5/10

WWE Intercontinental Title Match
Sami Zayn (c) vs. Daniel Bryan

Wow… Zwei der besseren (vllt. auch besten) Performer bekommen knapp neun Minuten, in denen die Hälfte durch Nichtstun überbrückt wird. Ein paar Spielereien mit den Anhängseln Cesaro, Shinsuke Nakamura und Drew Gulak füllten die Zeit. In der kurzen Zeit, die blieb, konnten die beiden natürlich kein ordentliches Match auf die Beine stellen. Und – wie soll es bei WrestleMania 36 anders sein – der Abschluss war wieder dürftig. Plötzlich war es zu Ende…

Wertung: 0,5/5 – 1/10

WWE SmackDown Tag Team Titles Triple Threat Ladder Match
John Morrison (c) vs. Kofi Kingston vs. Jimmy Uso

Ein Singles Match für die Tag Team Titles. Daran musste ich mich zuerst einmal gewöhnen. Die Begegnung der drei Superstars war wie zu erwarten recht gut. Sie bekamen genug Zeit und konnten einige interessante Aktionen zeigen. Die Leiter-Spots waren ziemlich hart, aber wichtig für den Verlauf des Matches. Kofi zeigte sich natürlich wieder innovativ. Der Sprung durch die Leiter war genial! Tja, ihr wisst was kommt: Das Finish. Warum? Was war denn das wieder für ein Ende?

Wertung: 2,5/5 – 6/10

Kevin Owens vs. Seth Rollins

Das Aufeinandertreffen der beiden versprach vieles, konnte allerdings nicht ganz den Erwartungen gerecht werden. Technisch kann man den beiden nichts vorwerfen. Das Booking trug hier wieder einmal einen Teil zum faden Beigeschmack bei. Mitten in einem WrestleMania-Match ein DQ. Das ist dämlich, einfach nur dämlich. Schlussendlich ging es sowieso nur um den Sprung von Kevin Owens, da man den Rest vom Match bald vergessen haben wird, aber Hauptsache es gab einen WrestleMania-Moment. Es fühlte sich leider wie ein künstlich erzeugte Moment an…

Wertung: 3/5 – 6/10

WWE 24/7 Championship Triple Threat Match
R-Truth (c) vs. Mojo Rawley vs. Rob Gronkowski

Das kann man nicht als Match werten, aber der Vollständigkeit halber packe ich es rein. Seit der Einführung zeigt die WWE scheinbar immer dasselbe mit dem 24/7 Title.

Keine Wertung

Universal Championship Match
Goldberg (c) vs. Braun Strowman

Eine dicke fette 0. Das bezieht sich auf jeden einzelnen Auftritt von Goldberg. Acht Aktionen, zwei Minuten, damit ist alles gesagt.

Wertung: 0/5 – 0/10

Boneyard Match
The Undertaker vs. AJ Styles

Trash, Trash, Trash! Das war der Trash der guten Sorte. Wow. So etwas hätte ich von der WWE nicht erwartet. Das Lob zu diesem Segment kannte kurz danach keine Grenzen und das hatte einen Grund: Trash! Solche Sachen kennt man nur aus Videos der 80er und 90er. Damals konnte ebenfalls der Undertaker Blitze erzeugen. Heutzutage traut man sich nicht wirklich, solche Segmente zu zeigen, aber die Reaktionen haben gezeigt, dass Wrestlingfans sich genau so etwas wünschen. Wer Wrestling nicht mag, wird es auch ohne Trash nicht mögen, dann kann man ruhig ein wenig reinpacken.
Das „Match“ kann man nicht wirklich als solches bewerten. Es ging einfach um das ganze Drumherum. Man muss es selbst gesehen haben! Aufgrund dieses Matches wird WrestleMania 36 in Erinnerung bleiben. Gefilmt war es ebenso überragend. So etwas sieht man nur selten und ich wollte es deshalb besonders hervorheben! Abzüge würde es eigentlich noch mehr geben, aber das Segment hat viel Zuspruch verdient. Den kleinen Abzug gibt es für die Dominanz von einem alten gebrechlichen Mann.

Wertung: 4,5/5 – 9/10

Das war Tag 1 der wohl außergewöhnlichsten WrestleMania jemals. Anhand der Gesamtwertung sieht man, dass es unterdurchschnittlich war. Die vielen unbefriedigenden Finishes hinterlassen einen faden Beigeschmack. Die meisten der Matches entfachten kein WrestleMania-Feeling und so plätscherte es vor sich hin. Herausgeritten haben es die letzten 20 Minuten. Das „Match“ zwischen dem Undertaker und AJ Styles wird für immer in Erinnerung bleiben. Auf zu Tag 2 von WrestleMania 36!

Gesamtwertung von Tag Eins: 2,13/5 – 4,5/10


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Nemi Sever

Meine große Leidenschaft ist Sport. Während ich Sportarten wie Wrestling, Darts und Fußball schon seit Jahren verfolge, gebe ich auch gerne anderen eine Chance. Hinter jeder Sportart steckt immer mehr, als man denkt.

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