WrestleMania 36 – Review: Tag 2

WrestleMania 36 – Review: Tag 2

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WrestleMania 36 war anders als alle anderen zuvor. Aufgrund des Coronavirus gab es statt eines vollen Raymond James Stadium in Tampa, Florida, ein leeres Performance Center in Orlando, Florida. Statt WrestleMania am Sonntag, gab es WrestleMania am Samstag und Sonntag. Auch wenn ich mit der WWE abgeschlossen habe, konnte ich mir diese WrestleMania nicht entgehen lassen. Tag 2 fühlte sich nicht viel anders als Tag 1 an, dennoch gab es deutliche Unterschiede.

NXT Women’s Championship Match
Rhea Ripley (c) vs. Charlotte Flair

Was für ein Beginn! Das war das mit Abstand beste Match von WrestleMania 36 – egal ob Tag 1 oder Tag 2! Ich finde beide Wrestlerinnen überragend und sie zählen zu meinen Top-Wrestlerinnen, auch wenn vor allem Charlotte viel Kritik einstecken muss. Wrestlerisch kann man den beiden Damen aber nichts absprechen. Das war Wrestling, wie ich es liebe. Der Kampf wurde sehr hart geführt, wobei man den Fluss aber nie durch unnötige Pins unterbrach. Beide hatten ihre Taktik, die besonders bei Charlotte noch deutlich sichtbarer war mit den regelmäßigen Angriffen auf Ripleys Bein. Die Submission-Versuche waren ebenfalls genau zu den richtigen Zeitpunkten gesetzt. Von vorne bis hinten ein erstklassiges Match.

Wertung: 4,5/5 – 9,5/10

Aleister Black vs. Bobby Lashley

Vom zweiten Kampf hatte ich mir weniger als nichts erhofft, wurde dann aber (wahrscheinlich wegen der geringen Erwartungshaltung) positiv überrascht. Von Aleister Black ist (war) man gute Matches gewohnt, jedoch konnte diesmal Lashleys ebenfalls überzeugen. Dennoch erinnerte das ganze mehr an ein RAW-Match und nicht unbedingt an WrestleMania. Ach ja, da war noch was, das man schon bei Tag 1 so toll umgesetzt hat: das Finish. Dämliches Ende mit Lanas Anweisungen.

Wertung: 2,5/5 – 5,5/10

Otis vs. Dolph Ziggler

Es gibt guten Trash, wie das Segment zwischen dem Undertaker und AJ Styles, und es gibt schlechten Trash, wie die Fehde zwischen Otis und Ziggler. Das war unterirdisch und gehört nicht auf eine WrestleMania-Card.

Wertung: 0,5/5 – 1/10

Last Man Standing Match
Edge vs. Randy Orton

Edge ist mein absoluter Lieblingswrestler. Durch ihn bin ich beim Wrestling geblieben. Sein Comeback bei WrestleMania hat sich wahrscheinlich jeder Fan anders vorgestellt. Das gezeigte Match war aber mal gar nichts. Es ging viel zu lang und es passierte über die 37 Minuten nichts. Ein Schlag, dann ein Schubser gegen ein Objekt, ein Schlag, dann ein Schubser, ein… Es war nicht mehr als das. Den „Hass“ haben sie zwar rübergebracht, aber mehr auch nicht. Schade…

Wertung: 0,5/5 – 1/10

WWE 24/7 Championship Match
Mojo Rawley (c) vs. Rob Gronkowski

Dasselbe wie bei Wrestlemania 36 Tag 1: Das kann man nicht als Match werten, aber der Vollständigkeit halber packe ich es rein. Seit der Einführung zeigt die WWE scheinbar immer dasselbe mit dem 24/7 Title. Das sich Gronk den Titel holt, war klar, denn die WWE muss irgendwie in die Medien. Kann man so machen. Ich bin kein Fan von Gronkowski, aber sein sinn- und wahlloses Nachtreten nach dem Sieg war schon lustig.

Keine Wertung

Raw Tag Team Championship Match
The Street Profits (c) vs. Austin Theory & Angel Garza

Das Match war schnell, voller Action und hatte starke Aktionen. Ich war begeistert, doch war die Begeisterung nicht von Dauer. Nach etwas mehr als sechs Minuten war schon wieder Schluss. 4-5 Minuten länger und das hätte wirklich ein starkes Match werden können.

Wertung: 2/5 – 4/10

SmackDown Women’s Championship WrestleMania Fatal Five-Way Match
Bayley (c) vs. Sasha Banks vs. Lacey Evans vs. Tamina vs. Naomi

Der Aufbau war anfangs 08/15. Es bildeten sich Teams, die auf die andere losgingen, sich aber nach einer Weile in den Rücken fielen. Zufällige Treffer durften natürlich genauso wenig fehlen. Dass Tamina durch alle eliminiert wird war auch vorhersehbar. Danach nahm das Match an Fahrt auf. Vor allem Bayley gefällt mir in ihrer Rolle als Heel sehr gut. Es bildeten sich kleinere Geschichten mit Kehrtwendungen und das Wrestling wurde im Laufe des Matches immer besser. Sehr unterhaltsam das Ganze!

Wertung: 3/5 – 6,5/10

Firefly Fun House Match
John Cena vs. „The Fiend“ Bray Wyatt

Nachdem man an Tag 1 von Wrestlemania 36 schon eine Dosis Trash bekam, dachte ich, dass da nicht viel mehr kommen kann. Die WWE war aber anscheinend in einer guten Stimmung. Dieses Segment polarisierte, wobei ich auf der positiv gestimmten Seite bin. John Cena bringt bei mir normalerweise Wutausbrüche hervor, aber diesmal war ich positiv überrascht. Wie schon am Tag zuvor, fühlte ich mich bestens unterhalten und musste einige Male laut lachen – wegen John Cena. Das war wieder etwas, dass man so schnell nicht vergessen wird. Mit „The Fiend“ weiß die WWE sowieso nichts anzufangen, dann sollen sie ihn ruhig solche Videos drehen lassen. Hat mir gefallen!

Keine Wertung

WWE Championship Match
Brock Lesnar (c) vs. Drew McIntyre

Soll ich einfach den Text von Goldberg kopieren? Jedes Match besteht nur aus denselben 2-3 Aktionen. Hier sogar als Abschluss einer kompletten WrestleMania… Minuspunkte wären eigentlich angebracht.

Wertung: 0/5 – 0/10

Das war Tag 2 der wohl außergewöhnlichsten WrestleMania jemals. Anhand der Gesamtwertung sieht man, dass Tag 2 noch schlechter Abschnitt als Tag 1. Das erste Match hat mich aus den Socken gehauen, ehe dann ein langer Durchhänger ohne jegliche Highlights kam. Das Firefly Fun House Match war unterhaltsam, aber eben kein wirkliches Match. Eine WrestleMania dann so enden zu lassen lässt mich negativ aus dem ganzen Event rausgehen.

Gesamtwertung von Tag Eins: 1,86/5 – 3,93/10

Die zwei wichtigsten Titel wurden in 6:38 Minuten abgespeist. Viel Durchschnitt war dabei, der durch seltsame Finishes negativ auffiel. Leider gab es nur ein herausragendes Match und zwar Rhea Ripley vs. Charlotte Flair. In Erinnerung bleiben werden neben der leeren Halle wohl die beiden Trash-Segmente.

Gesamtwertung WrestleMania 36: 2/5 – 4,23/10


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Nemi Sever

Meine große Leidenschaft ist Sport. Während ich Sportarten wie Wrestling, Darts und Fußball schon seit Jahren verfolge, gebe ich auch gerne anderen eine Chance. Hinter jeder Sportart steckt immer mehr, als man denkt.

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